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Die Jugend von heute!

July 6th, 2010

Vielen Dank für die schockierende Stunde in der U3 Richtung Barmbek, vor gut einer Stunde, kurz vor der U-Bahnhaltestelle Saarlandstraße.

Tragischerweise hat sich jemand vor genau die U-Bahn geworfen, in der ich saß. Schlimm genug, dass sich jemand das Leben auf so grausige Weise nimmt, und dabei so egoistisch handelt, da einige hundert Leute darunter leiden müssen: Feuerwehrleute, Fahrgäste, der Fahrer usw…

Aber nichts von dem ist so schlimm, wie die Gruppe Jugendliche, die mit in dem selben Wagon saßen. Statt sich einfach ruhig zu verhalten, oder es zmdst. zu versuchen – ich kann verstehen, dass man in solch einer Situation nicht ganz ruhig bleiben kann – aber immer wieder aufzustehen, die Türen entgegen den Anweisungen des Personals zu öffnen, um schnell mal Schnappschüsse mit der Digicam zu schießen, um zu prüfen, ob wirklich ein Toter unter der Bahn liegt. Kaum zu toppen! Aber, nachdem ich in dem Gewirr von Stimmen und Gealber meine Stimmen erhoben hatte, um mal Ruhe in die Situation zu bringen, tja, da muss ich mir letzten Endes noch anhören: “Digger, reg dich mal ab und red nicht so einen Müll.”

So eine Situation ist sicherlich nicht einfach, nicht schön und auch nicht alltäglich. Aber die Ruhe zu bewahren und nicht alle verrückt zu machen, mit seinem affigen Gelaber (das wiederum absolut pietätlos ist!), das ist wohl kaum zu viel verlangt. Dann aber noch beschimpft zu werden, obwohl man in den Augen aller anderen das richtige gesagt hat. Tja, da, fehlen mir dann einfach die Worte. Und so habe ich es dann auch getan und einfach geschwiegen.